
Diese Übersicht spart Dir vor allem eines: viel, viel Zeit, die Du sonst für die Recherche und Analyse des philanthropischen Marktes aufbringen müssten. Doch wofür genau ist der Trendreport sozial/digital gut und wie kannst Du maximal von der Durchsicht und Lektüre der Trends und Hunderter von Cases profitieren?
Orientierung und Inspirationsquelle
Im Zuge der Digitalisierung verändert sich unsere Welt grundlegend. In dieser Umbruchsituation hilft Dir der Trendreport sich und Ihre Institution zu verorten – besser einzuschätzen, welche Neuerungen Du aufgreifen möchtest, wo Skepsis angebracht oder ein Hype abzuwarten ist. Im Endergebnis möchten wir Dir dabei helfen, Deine Arbeit besser, effizienter und effektiver zu machen. Und dabei auch noch Freude zu haben, denn gute Ideen sind ansteckend und feuern die eigene Kreativität an.
Grundsätzlich gilt: erst verstehen, dann bewerten
Vieles, was Dir auf den ersten Blick seltsam und für den eher konservativ eingestellten sozialen Sektor zu avantgardistisch oder „modisch“ erscheint, mag sich auf den 2. oder 3. Blick als höchst sinnvolle Innovation erweisen. Eine Reihe der mittlerweile wegweisenden digitalen Innovationen – smartphones ebenso wie twitter - wurde am Anfang belächelt oder gar abgelehnt. Deshalb sag nicht gleich „Das geht nicht“ oder „so was kann nur in den USA funktionieren, Deutschland ist anders“. Bedenke, dass die Beispiele, die wir im Trendreport vorstellen, nicht im Vakuum entstanden sind – frag Dich, welche Bedürfnisse und Anreize dahinter stecken, versuche zu verstehen, wieso ein Produkt oder eine Dienstleistung entwickelt wurde und Verwendung findet.
Innovationen sind oft Übersetzungen
Wir haben in den Trendreport eine Reihe von Beispielen aufgenommen, die streng genommen nicht zum sozialen Sektor gehören. Sie tauchen dennoch auf, weil wir der Überzeugung sind, dass viele innovative Produkte, Dienstleistungen und Gedanken dadurch entstehen, dass Menschen bestehendes aus einem Sektor nehmen und für einen anderen adaptieren. Virale Videospiele können durchaus eine hervorragende Inspirationsquelle für unseren Sektor sein, wenn wir die Mechanik auf unsere Ziele übertragen, z.B. wie wir Menschen spielerisch dazu bewegen können ihr Verhalten zu verändern. Zudem werden die Erwartungshaltungen vieler Menschen heute durch ihre sonstigen Erfahrungen im Internet geprägt und es liegt nahe, dass sie ähnliche Funktionalitäten und Merkmale (Schnelligkeit, userability, Transparenz) auch in anderen Lebensbereichen erwarten und auch der soziale Sektor sich dementsprechend wandeln muss.
Nicht alle Trends für alle Zielgruppen
Wir sprechen mit dem Trendreport maßgeblich drei Zielgruppen an: Geldgeber, Mittler und Begünstigte. Nicht alle der Trends und Beispiele sind für alle diese Zielgruppen gleich interessant. Ganz konkret können sie Geldgebern im sozialen Sektor dabei helfen ihr Geld besser auszugeben, ihre Koordinationsfähigkeit und den Wissensaustausch zu verbessern. Der großen Gruppe der Mittler im sozialen Sektor, den Hilfsorganisationen und Beratern, können die hier vorgestellten Innovationen helfen sich in einem Umfeld zunehmender Konkurrenz bei stagnierendem Spendenvolumen wertvolle Wettbewerbsvorteile zu sichern. Für die Begünstigten wiederum, der Zielgruppe, die bislang „Ziele und Objekte“ der Hilfsindustrie sind, stellen wir Beispiele zusammen, die sie ermächtigen können die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und der sich der zunehmenden Fülle an Dienstleistungen und Partizipationsmöglichkeiten zu bedienen, die mit Internet und Mobiltelefonie einhergehen.
Begeistern Sie ihr Umfeld
Wenn Du sich durch eines der Beispiele inspiriert fühlst, bei einer Initiative einzusteigen, eine eigene Dienstleistung zu entwickeln oder einen neuen Ansatz auszuprobieren, musst Du im Zweifel immer noch eine Reihe von anderen Menschen, Mitarbeiter und Vorgesetzte, davon überzeugen. Dabei ist der Begriff „Trend“ nicht immer hilfreich, sondern kann sogar kontraproduktiv sein, da er leicht als „modischer Schnickschnack“ missverstanden wird. Hier hilft es statt von „Trend“ von „Zukunft des Geschäftsfelds“ zu sprechen und zu zeigen, wie die Innovation hilft sich gegenüber den Mitbewerbern zu behaupten, bzw. die Effektivität der eigenen Arbeit zu steigern.
Wende Trends ganz konkret in Deiner Arbeit an
Der Kommunikationsforscher Clay Shirky schreibt treffend, dass Technologie erst dann gesellschaftlich interessant wird, wenn sie technologisch langweilig geworden ist. Digitale Kommunikation interessiert uns nicht um ihrer selbst willen – wir beobachten und analysieren, wie sie Teil des sozialen Sektors wird. Die hier vorgestellten Trends und Beispiele sollen nicht nur per se interessant sein – sie sollen angewendet, adaptiert und weiterentwickelt werden.
Trends können die Vision ihrer Organisation oder Ihrer Arbeit beeinflussen. Die Trends können Dir helfen, den Erwartungshaltungen Deiner Stakeholder entgegenzukommen und zu signalisieren: „Wir sprechen deine Sprache ... wir teilen ein Lebensgefühl, eine Vision“. Sie können Dich inspirieren neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln oder bei bestehenden Initiativen mitzuwirken. Sie können aber auch dazu dienen neue Geschäftskonzepte zu erarbeiten und Partnerschaften (auch sektorübergreifend) einzugehen. Sie sollen Deine Experimentierlust anregen, Dir Mut machen auch mal ein Risiko einzugehen, Neues auszuprobieren.