Wie kommt ein Trend in den Trendreport?



Um Trends zu identifizieren, beobachten wir Veränderungen und Strömungen innerhalb der Gesellschaft. Wir analysieren auf welche Weise und für welche Ziele digitale Medien von Akteuren des sozialen Sektors weltweit verwendet werden und verdichten diese Beispiele zu Trends. Viele dieser Trends manifestieren sich nicht nur im sozialen Sektor, sondern haben Entsprechungen in anderen gesellschaftlichen Bereichen wie Wirtschaft oder Politik. Trends reflektieren sich wandelnde Werte und Weltbilder. Sie sind aber auch beobachtbar und manifestieren sich in konkreten Äußerungen, Handlungen, Dienstleistungen und Produkten. (mehr über Trends auch hier bei Wikipedia)

Nicht jede Veränderung ist ein Trend. Zum Trend werden Wandlungsprozesse, wenn sie eine kritische Masse erreicht haben und wir davon ausgehen, dass die Treiber hinter den Veränderungsprozessen eine gewisse Stabilität erreicht haben. Basierend auf einer Diagnose – Was ist in der Vergangenheit geschehen? – wagen wir eine Hypothese, einen Ausblick auf die Zukunft.

Digitalisierung stellt uns hier jedoch vor ein Paradox: auf der einen Seite ist die Zukunft im Zuge der unendlichen Möglichkeiten und schnellen Verbreitungsformen schwerer vorhersagbar als je zuvor (wer hätte sich noch vor wenigen Jahren ein facebook vorstellen können?), andererseits sind Trends einfacher zu entdecken, da sie an einem „Ort“ auffindbar sind und die Resonanz auf einzelne Websites und digitale Werkzeuge schneller abzuschätzen ist.

Um den Reifegrad der einzelnen Trends anzuzeigen, benutzen wir folgende Symbole der Entwicklung:

Neue Trends, die gerade erst entstehen.
Fortgeschrittene Trends, die weiter wachsen.
Ausgereifte Trends, die fast schon eine Selbstverständlichkeit sind.

Wie kommt ein Case in den Trendreport?

Wir nehmen Cases in den Trendreport auf, wenn sie ein konkretes Beispiel für einen unserer Trends darstellen. Oder wenn sie einen neuen Trend andeuten. Oder wenn sie als Einzelbeispiel einfach innovativ und für den sozialen Sektor inspirierend sind. Cases können Websites, digitale Werkzeuge, mobile Anwendungen, neue Technologien oder Prozesse sein. Cases können auch lokale oder thematische Variationen schon bekannter Cases darstellen. Sie müssen bei uns ein gewisses Aha-Erlebnis ausrufen, nach dem Motto: „Das ist ja eine tolle Möglichkeit Transparenz zu schaffen“ oder „Super, in Russland greift die Open Data Bewegung auch Fuß“.

Wenn ein Case es in unseren Report geschafft hat, bedeutet das noch nicht, dass er längerfristig reüssieren wird. Im Gegenteil: Im digitalen Raum wird viel experimentiert, vieles wird verworfen oder dümpelt vor sich hin. Das ist gut so, denn die Experimentierfreude erlaubt es uns, herausfinden, welche Ansätze erfolgsversprechend sind, d.h. von anderen Menschen aufgegriffen und verbreitet werden und wirkliche Veränderungen bewirken.

Wie finden wir Trends und Cases?

Wir recherchieren täglich im Netz und verfolgen Dutzende von Websites, Blogs und Foren. Wir nehmen an Konferenzen über Digitalisierung ebenso teil, wie an Veranstaltungen des sozialen Sektors – in Deutschland, aber auch in den USA, Großbritannien und Kontinentaleuropa. Ebenso verfolgen wir die Entwicklungen in Asien oder Afrika und beobachten die wissenschaftliche Forschung im Bereich der Kommunikationstechnologien, Digitalisierung und Gesellschaft. Wichtig für unsere Arbeit ist auch der Austausch mit einem ständig wachsenden Netzwerk von Experten aus der ganzen Welt.

Mittlerweile weisen uns Menschen aus diesem Netzwerk auch unaufgefordert auf interessante Beispiele hin. Eine Tendenz, die wir mit dem Trendreport wesentlich verstärken wollen, in dem wir Dich als Leser dazu auffordern uns Beispiele von digitaler Innovation im sozialen Sektor zu schicken. Nutze einfach unsere Kontaktformular und wir schmücken den Case bei Veröffentlichung mit Deinem Namen.

Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation
Scheinhardt