Die Panzerfamilie ist eine Kampagne des Zentrums für Politische Schönheit gegen den Export des Panzers Leopard 2 A7+. Da der Verkauf des Panzers an diktatorische Regime politisch nicht illegalisiert wurde, suchen die Aktivisten nach anderen Wegen, um die Anteilseigner des Panzers strafrechtlich zu belangen. Sie fragen nach Vergehen wie Steuerhinterziehung, Geldwäsche, Betrugsdelikte, Insiderhandel und illegale Beschäftigung (etwa von Haushaltshilfen) und stellen ihre Recherchen über die Personen auf Ihrer Webseite dar. Unter den Portraits der Anteilseigner wird eine Leiste eingeblendet, die darstellt, wie viele Hinweise schon eingegangen sind. Durch dieses "Blaming and Shaming" soll öffentlicher Druck entstehen und der moralische Diskurs zu dem Thema wiederbelebt werden. Außerdem wird dazu aufgerufen, Beobachtungs-Patenschaften für die gesuchten Personen zu übernehmen und Plakate zur Fahndung aufzuhängen.
Diese offensive Form der Rechtsschaffung ist umstritten, da es die staatliche Moralsprechung in Frage stellt. Auf der Webseite gibt es deshalb eine Umfrage, ob man die Kampagne in Ordnung findet oder nicht. Indem offen zur Fahndung aufgerufen wird, werden auch Rechtslaien zur Urteilssprechung eingeladen. Kommt ein neuer Trend der Crowdjustitz auf?
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